Ferienparadies Thailand

Publié le par Maria

Bei der Grenzüberschreitung von Kambodscha nach Thailand hatten wir erneut das Erlebnis, wie ein Land, obwohl nur durch einen Grenzbalken getrennt, so verschieden sein kann : gerade noch staubige, ausgefahrene ungeteerte Strassen, jetzt Strassen, wie wir sie kennen, mit Mittelstreifen, Leitplanken und Verkehrszeichen. Eben noch karges, wüstenähnliches Land mit ärmlichen Behausungen, und nun Steinhäuser, auch aus Holz, aber nicht so vergammelt und schmutzig wie hinter der Grenze.

 

Irgendwie waren wir direkt begeistert, denn die Landschaft bietet unseren Augen viel Schönes : tropische Wälder, viele Kokusnuss-, Mango- und Bananenplantagen. Und endlich keine Berge von Plastik mehr, die die Strassen säumen.... Allerdings geht die Fahrt im Pick-up und dann im Bus in rasendem Tempo, das war ich gar nicht mehr gewöhnt.

 

In der kleinen Stadt Trat übernachten wir und haben auf dem Nachtmarkt unseren ersten kulinarischen Genuss. Die Essensstände sind richtig verlockend wir speisen einfach, aber ganz köstlich draussen im Getummel.

 

Am nächsten Morgen geht es mit der Fähre nach Ko Chang, eine relativ grosse Insel im thailändischen Golf. Mit guten Gespür finden wir eine sehr nette familiäre Pension, die Holz-Bungalows auf der blauen Lagune und dazu noch mit Meerblick vermietet. Das Schönste aber an diesem stillen wunderschönen Fleckchen ist das kleine Restaurant, wo wir genüsslich jeden Abend die Speisekarte durchprobieren. Jedes Gericht ist ein Hit und auch die Augen erfreuen sich.  An einem Vormittag lassen wir uns in einem sehr gut organisierten Kochkurs näher in die Kunst des Kochens einführen. Wir lernen Phat Thai, Tom Ka, verschiedene Currys und Sticky Reis mit Mango.  Ich schwöre mir schon, hier noch mal wiederzukommen.

 

Und der Tag rückt näher, an dem Anna ihren Liebsten am Flughafen von Bangkok abholt, es ist der 29 März. Am neuen Flughafen von Bangkok trennen sich dann unsere Wege, die beiden Turteltauben fliegen nach Krabi am Andaman- Meer und ich an die Ostküste, auf die Insel Ko Samui. Seit 7 Monaten Abenteuer zu zweit werde ich nun Soloreisende sein. Das heisst, ich muss meine Lesebrille viel öfters aufsetzen, um Stadtpläne zu lesen, ich muss  mit den Rickshawsfahrern die Preise aushandeln und überhaupt alle Dinge alleine entscheiden. Wirklich, Anna als Reisebegleiterin kann ich nur empfehlen. Aber es ist auch eine gute Erfahrung, nun alleine 3 Wochen Thailand zu entdecken. 

 

In Ko Samui, eine Insel mit hohen touristischen Aufschwung, finde ich ein nettes preiswertes Plätzchen in einem Bambuszelt gleich am Meer. Dort bleibe ich ein paar Tage und geniesse den herrlichen Strand, die Sonne und das Meer. Aber mein Ziel ist ja, eine Woche einen Massagekurses zu machen. Welches Glück hatte  ich bei der Auswahl meiner Lehrerin : Dtoh ! Sie führt  mit ihren zwei Töchtern einen kleinen Massagesalon im Norden der Insel und empfängt mich mit offenen Armen. Auch für sie falle ich vom Himmel, bzw. Buddha schickte mich, denn sie braucht wohl dringend eine Einnahme. 7 Tage lang entdecke ich die Kunst der traditionellen Thaimassage, ich stelle ein kleines Diaprorama her, so dass ich an Anna weiter üben kann. Die Ärmste. In meinem komfortablen Bungalow, herrlich am Strand gelegen mit Blick auf die Insel Ko Phangan, geniesse ich eine weitere Woche die Ruhe und und bin ganz eifrig beschäftig mit dem  Studium der Thaimassage mit der netten Dtoh.

 

Meine nächste Etappe ist die Insel Ko Phangan, die vor allem bekannt ist durch ihre Vollmond-Partys. Das ist eher was für Ausgeflippte, wozu ich mich nun nicht mehr zähle. Nun, der Vollmond ist vorbei, es gibt zwar jetzt noch den Halbmond, den schwarzen Mond, aber ich suche mir ohnehin ein Plätzchen aus, wo diese Partys nicht stattfinden. Diesmal sehe ich den Strand von der Höhe aus, mein Bungalow liegt am Hang, ganz wild und romantisch. Ich habe wenig Kontakt, denn die Touristen hier sind nicht so meine Wellenlänge. Auf der anderen Seite der Insel schnuppere ich mal in einen Yogakurs rein, denn die gleiche Organisation veranstaltet auch Kurse in Indien. Interessant aber ebenso nicht so für mich, aber vielleicht für Anna.

 

Nun rückt das Ende meines Visa immer näher und ich muss mich um die Verlängerung kümmern. Will man kein Geld führ die Verlängerung bezahlen, hat man folgende, etwas umständliche Lösung : man muss  eineni Fuss in ein Nachbarland setzen, also Laos, Myanmar (Burma) oder Malaysia und dann erneut einreisen.  So führt mich meine Route also nach Ranong, Grenzstadt zu Burma. Vorher mache ich jedoch noch in einem grossen Nationalpark, Kao Son eine kleine Etappe. Nach dem vielen Meer habe ich Sehnsucht nach  tropischem Wald, und freue mich dort eine nette Bleibe und nette Kontakte anzutreffen. Ausserdem ist das thailändische Neujahrsfest  “Sonkran” gerade im Gange, und man feiert es vor allem mit viel Wasser : vor und nach jedem Dorf stehen die jungen Leute und spritzen allen Vorüberkommenden eimervoll das kühle Nass entgegen. Rette sich wer kann!

 

In Ranong treffe ich dann ganz zufällig Miriam auf der Strasse, die ich seit 15 Jahren nicht mehr gesehen, aber sofort wiedererkannt habe. Welch nette Begegnung!

 

Nun ist meine Solozeit auch bald zu Ende, und in 10stündiger Fahrt geht es mit dem Bus zurück nach Bangkok.  Es ist schon witzig, wie ich in unserem Guesthouse zuerst per e-mail erfahre, dass Anna und Remi schon da sind. Das ist also manchmal direkter als die unmittelbare Gegenwart.

 

Ein schönes Wiedersehen, es gibt viel zu erzählen und die beiden hatten wohl auch eine ganz tolle Zeit. Nun heisst  vor allem für Anna Abschied nehmen von Remi. Wir begleiten ihn noch zum Flughafen und  fahren dann auch gleich weiter zu unserem Lieblingsplatz : das Blue Langune auf der Insel Ko Chang. Unser Visa für Indien braucht nämlich eine Woche, und die in der heissen Stadt Bangkok zu verbringen, wäre ein Fehler.

 

Wir sind wieder ganz glücklich, dort zu sein und ich denke, es war nicht das letzte Mal.

 

Also noch mal gut ausruhen und erholen  und am 27 April geht unser Flug nach Delhi, die dritte Etappe unserer grossen Reise anzutreten : Indien.

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Publié dans maria

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