Dharamsala und der Dalai Lama
Dharamsala und McLeod Ganj
Nach 7 Stunden anstrengender Busfahrt (es ist 48 Grad und die Sitze sind aus Ski, wir schwimmen mehr als wir sitzen) kommen wir recht geschafft in Dharamsala im Himachal Pradesh an. Wir nehmen gleich den nächsten Bus nach McLeod Ganj, eine kleine ehemalige Kurstadt der Briten, weiter oben in den Bergen. Dort befindet sich seit 1959 die tibetische Exilregierung mit ihrem Chef, dem Dalai Lama.
Wir geniessen die kühlere Atmosphäre hier oben auf 1700 m und nach einer kalten Dusche erfreuen wir uns im netten Restaurant mit Terrasse und im Kerzenschein einem Teller Spinatravioli und Zitronen-Käsekuchen. Lecker!
Wir verbringen in dem kleinen Touristenstädtchen gemütliche 5 Tage, kleine Spaziergänge, Shopping und Besuch des Klosters mit seinem interessanten Museum über die Geschichte Tibets.
Und dies ist unser hauptsächliches Anliegen hier : mehr über die Geschichte dieses besetzten Landes und seine Leute, hier wie in Tibet, erfahren.
Ein kleiner Ausflug in die Geschichte :
Tibet liegt im Zentrum von Asien und ist das höchste Land der Welt. Der Buddhismus wurde im 3. Jahrhundert eingeführt und das Land wurde ein religiöser Staat, der die Prinzipien der Freiheit und der Gewaltlosigkeit respektiert.
Im Jahre 1949 fiel die Volksrepublik China in das Land ein und besetzte es. Die kleine tibetische Armee konnte nichts gegen die grosse chinesische ausrichten, und die heilige Stadt Lhassa unterlag ebenfalls dem Massaker. In diesem Genozid wurden 1,5 Millionen Menschen, darunter viele Mönche getötet und die tibetische Kultur wurde unter der Kulturrevolution zum grössten Teil erbarmungslos zerstört : 6000 Klöster, Skulpturen wurden eingeschmelzt und Bücher und uralte heilige Schriften wurden verbrannt. Der 14. Dalai Lama und seine Anhänger fühlten sich immer mehr bedroht und flohen schließlich im Jahre 1959 über die hohen Himalajaberge ins Exil. Die indische Regierung akzeptiert die Flüchtlinge und gewährt ihnen ein Gebiet im Nordwesten Indiens. Mittlerweile sind es 80 000 Tibeter, die hier im Exil leben und jede Woche kommen Neuankömmlinge, die unter gefährlichen Bedingungen die Flucht gewagt haben. Selbst Kinder werden von ihren Eltern hierhergeschickt, weil die Zukunft im besetzten Tibet für diese Jugend sehr schwarz ist. Sie versuchen in Indien ihre Kultur und Integrität weiterzuleben und wir haben einige der Hilfsorganisationen kennengelernt. An einem Abend waren wir auf einer kleinen Tanzvorstellung, die von den sogenannten “Neuankömmlingen” gegeben wurde. Es war sehr rührend.
Seit 60 Jahren ist dieses Land Tibet nun von den Chinesen besetzt, und dies scheint kaum eine Regierung weiter zu berühren. Eine massive Umsiedlung der chinesischen Bevölkerung nach Tibet hat dazu geführt, das die Tibeten mittlerweile eine Minderheit in ihrem eigenen Land sind. Und das Land, einst so reich an Natur und Kultur ist ausgeräubert : die Bodenschätze werden ausgiebig ausgeliefert, der Wald gerodet, die Flüsse verschmutzt, die Menschen ausgebeutet. Das Land leidet immer mehr an Trockenheit und Überschwemmungen, die nicht nur China, sondern auch Indien betreffen. Tibet ist zum grössten Atommüllplatz geworden. Die neue Eisenbahnstrecke von Pekin nach Lhassa wird all diese Phänomene nur noch verstärken. Die Unterdrückung der Menschen ist furchtbar und sie werden bei der kleinsten Protestaktion verhaftet und ins Gefängnis gesteckt.
Wir lasen kürzlich, das ein Besuch des Dalai Lamas im europäischen Parlament in Brüssel abgesagt wurde, weil China arnend den kleinen Finger gezeigt hat. Ähnliche Ereignisse gab es in Neuseeland. Alle beugen sich der grossen chinesischen Wirtschaftsmacht.
Und nächstes Jahr finden die olympischen Spiele in China statt!!
Soll man da nicht boykottieren?! Ich jedenfalls werde es tun. Die ganze Welt wird auf China schauen, man wird applaudieren und die chinesische Regierung wird sich in ihren Menschenrechtsverletzungen nur noch bestärkt sehen. Sie haben doch tatsächlich in Taiwan und auch in Tibet die olympische Flamme gebracht, “ihr Land” ohne Rücksicht auf Verluste. Als vor ein paar Tagen 3 Amerikaner und ein Tibete in einem Camp des Mont Everest gegen die chinesische Invasion protestierte, wurden die Mutigen gleich verhaftet.
Und die Welt schaut gleichgültig zu! Ich hoffe wirklich, dass sich da etwas tut vor den olympischen Spielen 2008. Die chinesische Regierung übt durch seinen immensen Wirtschaftsboom eine viel zu grosse Macht auf die anderen Regierungen aus und unsere Staatschefs lassen sich darauf ein, ohne die Menschenrechtsverletzungen anzuklagen. Und die gibt es gewaltig, in China sowie in den besetzten Gebieten.
Also, boykottiert mit uns die olympischen Spiele und alle chinesischen Produkte, die auf den Markt geworfen werden.
Wer Tibet in anderer Weise unterstützen möchte, hier einige Infos von Hilfsorganisationen :
Tibetan Children Village http://www.tcv.org.in/
Volunteer Tibet www.volunteertibet.org
Children Tibet http://www.tibetchildren.org/
http://www.savetibet.org
Nur zu empfehlen sind tibetische Teppiche, die hier geknüpft werden und für einen fairen Preis auch in der Heimat bestellt werden können. Beispiel : ein Teppich 1x2 m : 150 Euro, Fracht und Versicherung eingeschlossen. Wir schicken euch ein Bild von Annas zukünftigem Geburtstagsgeschenk.
www.tibetan-handicrafts.com
Nach 7 Stunden anstrengender Busfahrt (es ist 48 Grad und die Sitze sind aus Ski, wir schwimmen mehr als wir sitzen) kommen wir recht geschafft in Dharamsala im Himachal Pradesh an. Wir nehmen gleich den nächsten Bus nach McLeod Ganj, eine kleine ehemalige Kurstadt der Briten, weiter oben in den Bergen. Dort befindet sich seit 1959 die tibetische Exilregierung mit ihrem Chef, dem Dalai Lama.
Wir geniessen die kühlere Atmosphäre hier oben auf 1700 m und nach einer kalten Dusche erfreuen wir uns im netten Restaurant mit Terrasse und im Kerzenschein einem Teller Spinatravioli und Zitronen-Käsekuchen. Lecker!
Wir verbringen in dem kleinen Touristenstädtchen gemütliche 5 Tage, kleine Spaziergänge, Shopping und Besuch des Klosters mit seinem interessanten Museum über die Geschichte Tibets.
Und dies ist unser hauptsächliches Anliegen hier : mehr über die Geschichte dieses besetzten Landes und seine Leute, hier wie in Tibet, erfahren.
Ein kleiner Ausflug in die Geschichte :
Tibet liegt im Zentrum von Asien und ist das höchste Land der Welt. Der Buddhismus wurde im 3. Jahrhundert eingeführt und das Land wurde ein religiöser Staat, der die Prinzipien der Freiheit und der Gewaltlosigkeit respektiert.
Im Jahre 1949 fiel die Volksrepublik China in das Land ein und besetzte es. Die kleine tibetische Armee konnte nichts gegen die grosse chinesische ausrichten, und die heilige Stadt Lhassa unterlag ebenfalls dem Massaker. In diesem Genozid wurden 1,5 Millionen Menschen, darunter viele Mönche getötet und die tibetische Kultur wurde unter der Kulturrevolution zum grössten Teil erbarmungslos zerstört : 6000 Klöster, Skulpturen wurden eingeschmelzt und Bücher und uralte heilige Schriften wurden verbrannt. Der 14. Dalai Lama und seine Anhänger fühlten sich immer mehr bedroht und flohen schließlich im Jahre 1959 über die hohen Himalajaberge ins Exil. Die indische Regierung akzeptiert die Flüchtlinge und gewährt ihnen ein Gebiet im Nordwesten Indiens. Mittlerweile sind es 80 000 Tibeter, die hier im Exil leben und jede Woche kommen Neuankömmlinge, die unter gefährlichen Bedingungen die Flucht gewagt haben. Selbst Kinder werden von ihren Eltern hierhergeschickt, weil die Zukunft im besetzten Tibet für diese Jugend sehr schwarz ist. Sie versuchen in Indien ihre Kultur und Integrität weiterzuleben und wir haben einige der Hilfsorganisationen kennengelernt. An einem Abend waren wir auf einer kleinen Tanzvorstellung, die von den sogenannten “Neuankömmlingen” gegeben wurde. Es war sehr rührend.
Seit 60 Jahren ist dieses Land Tibet nun von den Chinesen besetzt, und dies scheint kaum eine Regierung weiter zu berühren. Eine massive Umsiedlung der chinesischen Bevölkerung nach Tibet hat dazu geführt, das die Tibeten mittlerweile eine Minderheit in ihrem eigenen Land sind. Und das Land, einst so reich an Natur und Kultur ist ausgeräubert : die Bodenschätze werden ausgiebig ausgeliefert, der Wald gerodet, die Flüsse verschmutzt, die Menschen ausgebeutet. Das Land leidet immer mehr an Trockenheit und Überschwemmungen, die nicht nur China, sondern auch Indien betreffen. Tibet ist zum grössten Atommüllplatz geworden. Die neue Eisenbahnstrecke von Pekin nach Lhassa wird all diese Phänomene nur noch verstärken. Die Unterdrückung der Menschen ist furchtbar und sie werden bei der kleinsten Protestaktion verhaftet und ins Gefängnis gesteckt.
Wir lasen kürzlich, das ein Besuch des Dalai Lamas im europäischen Parlament in Brüssel abgesagt wurde, weil China arnend den kleinen Finger gezeigt hat. Ähnliche Ereignisse gab es in Neuseeland. Alle beugen sich der grossen chinesischen Wirtschaftsmacht.
Und nächstes Jahr finden die olympischen Spiele in China statt!!
Soll man da nicht boykottieren?! Ich jedenfalls werde es tun. Die ganze Welt wird auf China schauen, man wird applaudieren und die chinesische Regierung wird sich in ihren Menschenrechtsverletzungen nur noch bestärkt sehen. Sie haben doch tatsächlich in Taiwan und auch in Tibet die olympische Flamme gebracht, “ihr Land” ohne Rücksicht auf Verluste. Als vor ein paar Tagen 3 Amerikaner und ein Tibete in einem Camp des Mont Everest gegen die chinesische Invasion protestierte, wurden die Mutigen gleich verhaftet.
Und die Welt schaut gleichgültig zu! Ich hoffe wirklich, dass sich da etwas tut vor den olympischen Spielen 2008. Die chinesische Regierung übt durch seinen immensen Wirtschaftsboom eine viel zu grosse Macht auf die anderen Regierungen aus und unsere Staatschefs lassen sich darauf ein, ohne die Menschenrechtsverletzungen anzuklagen. Und die gibt es gewaltig, in China sowie in den besetzten Gebieten.
Also, boykottiert mit uns die olympischen Spiele und alle chinesischen Produkte, die auf den Markt geworfen werden.
Wer Tibet in anderer Weise unterstützen möchte, hier einige Infos von Hilfsorganisationen :
Tibetan Children Village http://www.tcv.org.in/
Volunteer Tibet www.volunteertibet.org
Children Tibet http://www.tibetchildren.org/
http://www.savetibet.org
Nur zu empfehlen sind tibetische Teppiche, die hier geknüpft werden und für einen fairen Preis auch in der Heimat bestellt werden können. Beispiel : ein Teppich 1x2 m : 150 Euro, Fracht und Versicherung eingeschlossen. Wir schicken euch ein Bild von Annas zukünftigem Geburtstagsgeschenk.
www.tibetan-handicrafts.com
Publicité